Nur drei Tage nach dem 1:1 gegen den Tabellenzweiten ETB Essen II mussten die Herren des HTC am Sonntag beim Soester HC antreten. Trotz anfänglicher Probleme gewannen die Gäste aus Essen letztendlich souverän mit 4:2. Die Anfangsphase verschlief der HTC komplett. Auf dem sehr sandigen und schwierig zu bespielenden Kunstrasen kamen die Gastgeber aus Soest natürlich besser klar. Nach einem schnell ausgeführten Freischlag tauchte Soest frei vor dem Kupferdreher Tor auf und ging in Führung. Dieses Gegentor weckte den HTC allerdings nicht auf, im Gegenteil: Kupferdreh leistete sich erneut einen Fehler, Soest tauchte in Überzahl im Schusskreis der Essener auf und stellte auf 2:0. Nur ganz langsam kam der HTC ins Spiel, gewöhnte sich immer besser an den holprigen Untergrund. Gegen Ende der ersten Halbzeit rissen die Kupferdreher die Partie dann endgültig an sich, und Tim von Dreden verwandelte eine schöne Strafecken-Variante zum Anschlusstreffer. Der Ausgleich gelang den Essenern trotz einiger Chancen vor der Pause nicht mehr.

Das holte der HTC dann aber im zweiten Durchgang nach. Julian Lukas verwandelte eine Strafecke nach einem Doppelpass zum 2:2. Und Kupferdreh blieb am Drücker, lief die Gastgeber hoch an, wollte das Spiel unbedingt drehen. Soest sah sich bereits am eigenen Schusskreis dem Druck der Gäste aus Essen ausgesetzt, machte Fehler, es gab erneut Strafecke. Und wieder nutzte der HTC die Chance, diesmal drückte Matthias Müller-Bourgon den Ball über die Linie. 3:2, das Spiel war gedreht. Das Aufholen des 0:2-Rückstandes hatte Kraft gekostet, Soest stemmte sich nun gegen die Niederlage und hatte selbst auch die Chance, das Spiel durch Strafecken wieder auf Null zu stellen. Die Kupferdreher hielten ihren Kasten nun allerdings sauber. Eigentlich wollte der HTC in dieser Phase eine Auszeit nehmen, um sich ein wenig Luft zu verschaffen, entschied sich aber dagegen – die richtige Entscheidung. Kupferdreh führte einen Abschlag schnell aus, überrumpelte die nun ebenfalls platten Soester und machte den Sack zu. Max Danielev musste den Ball am Ende des Konters nur noch zum 4:2 über die Linie drücken. Das Spiel war nun entschieden, und Kupferdreh belohnte sich nach schwachem Start für eine von Kampf und Willen geprägte Aufholjagd mit einem verdienten Auswärtssieg.