Mit nur drei statt der angepeilten sechs Punkte kehrten die beiden Hockeyteams des HTC Kupferdreh am Sonntagabend von ihrem Duisburg-Trip zurück. Die Damen erfüllten ihren Teil der Pflicht und siegten im Verbandsligaduell in der Sporthalle an der Pappenstraße klar und verdient mit 5:0 (2:0) über Preußen Duisburg. Die Herren hingegen unterlagen trotz Halbzeitführung (3:2) am Ende mit 6:8 ebenfalls gegen Preußen. Allerdings waren die Vorzeichen auch nicht vergleichbar: Während sich die Duisburger Herren selbst noch aussichtsreich im Aufstiegsrennen befinden und dementsprechend hochmotiviert ins Rennen gingen, rangieren die Duisburger Damen in der unteren Tabellenregion und mussten sich schon im Hinspiel mit 2:9 klar geschlagen geben.

Für die Damen des HTC war es an diesem Sonntagabend zwar kein Spaziergang, aber ein insgesamt souveräner Sieg für das Team von David Ortmann dank einer konzentrierten Abwehrleistung. Am Ende stand sogar die Null, in der Halle immer noch eine außergewöhnliche Leistung. Durch diesen Erfolg hat der HTC die Tabellenführung erobert mit nun einem Punkt Vorsprung vor GW Wuppertal. Bei zwei noch ausstehenden Spielen (zu Hause gegen Rheinshagen und in Mettmann) haben die Essenerinnen nun alle Trümpfe in der Hand. Wenn sie ihr normales Leistungspotenzial abrufen, ist der Aufstieg mehr als realistisch. In Duisburg taten sie dies und deshalb geriet der Sieg bei den Preußen auch nie in Gefahr. Der kommende Gegner Rheinshagen (6. März, 12 Uhr, Halle Kupferdreh) überraschte am Wochenende mit einem klaren 6:1-Erfolg über Velbert, das sich bereits am vergangenen Montag nach der 2:10-Niederlage gegen den HTC aus dem Aufstiegskampf verabschiedet hatte.

Die Herren des HTC, die am Sonntag in der Pappenstraße vor den Damen antraten, also vorlegen mussten, konnten bei der 6:8-Niederlage nicht ihr volles Potenzial ausschöpfen. Es war eine ärgerliche Niederlage für den HTC, der sich das Spiel nach einer guten ersten Halbzeit und einer 3:2-Führung noch aus der Hand nehmen ließ. HTC-Akteur Tim Lievertz zeigte sich selbstkritisch, blickte aber dennoch zuversichtlich nach vorne: „Zu Beginn sah das eigentlich ganz gut aus. Aber mit zunehmender Spielzeit haben wir den Faden verloren, hinten wie vorne. Wir sind enttäuscht über unsere Leistung und das Ergebnis. Trotzdem haben wir in Sachen Aufstieg noch alles in der eigenen Hand. Für uns geht es jetzt darum, die Köpfe für das nächste Spiel gegen den HCE wieder hochzubekommen.“ Zwei Siege aus den letzten beiden Spielen in eigener Halle gegen den HC Essen III (6. März, 10 Uhr, Halle Kupferdreh) und am 13. März bei Jahn Hiesfeld II (13. März, 14 Uhr) sind jetzt zwingend notwendig, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Das wird zwar nicht leicht, speziell im Lokalderby gegen den HCE, aktueller Tabellenführer, ist aber auch kein aussichtsloses Unterfangen. Schließlich trennte man sich im Hinspielderby vor kurzem noch 5:5.

In Duisburg kam das Team von David Ortmann eigentlich gut ins Spiel, ging früh in Führung und war in Durchgang eins auch die spielbestimmende und bessere Mannschaft. Zwei Unachtsamkeiten führten zu den beiden Gegentreffern. Auf der anderen Seite versäumte es der HTC, aus seinen zahlreichen Chancen mehr Kapital zu schlagen und eine höhere Führung herauszuspielen. Die 3:2-Pausenführung war eigentlich zu wenig und spiegelte nicht die wahren Kräfteverhältnisse wieder. In der zweiten Halbzeit wurde Duisburg stärker, während der HTC nachließ. Preußen drehte den Rückstand und behielt am Ende die drei Punkte. Für die Essener ein enttäuschendes Ende. Die Tore für den HTC erzielten Fabian Fredrich (3), David Ortmann (2), Felix Breuer. (ca)