Die Hockeyherren des HTC Kupferdreh haben sich auf Platz eins der 2. Verbandsliga gespielt. Im Spitzenspiel behielt das Team von David Ortmann gegen die Zweitvertretung von Eintracht Dortmund am Eisenhammer mit 6:3 (2:3) die Oberhand. Nach drei Spielen liegen die Essener mit 7 Punkten und 15:10 Toren ungeschlagen auf Platz eins der Tabelle.

Zu ungewöhnlich früher Anstoßzeit trafen sich beide Teams am Samstagmorgen um 10 Uhr zum Kräftemessen. Und wer als Zuschauer an dem Tag zu spät kam, verpasste viel. Bereits in den ersten acht Minuten klingelte es dreimal. Zunächst brachte Hendrik Leukel sein Team kurz nach Anpfiff mit 1:0 in Führung. Doch die Dortmunder waren ebenfalls von Beginn an präsent und schlugen doppelt zurück. So stand es nach wenigen Minuten 1:2 aus Sicht der Gastgeber. Einen Abwehrschnitzer nutzten die Westfalen zu Beginn des zweiten Viertels, um auf 3:1 zu erhöhen. Es war den Kupferdrehern anzurechnen, dass sie nicht in Hektik verfielen, sondern in dem Bewusstsein, dass noch genügend Zeit blieb, das Spiel zu drehen, besonnen weiterspielten. Die Aktionen der Gastgeber gewannen an Sicherheit und Präzision. Hendrik Leukels Treffer zum 2:3 kurz vor der Halbzeit leutete die Aufholjagd ein. In Durchgang zwei entwickelte sich die Begegnung als eine Art Blaupause der Vorwochenpartie gegen Oelde/Soest – damals machten die Essener aus einem 0:2 ein zwischenzeitliches 5:2. Diesmal traf zunächst Fabian Fredrich zum Ausgleich und Jan Ackermann kurz darauf zum 4:3. Damit war das Spiel in Viertel drei gedreht. Im letzten Viertel hatte der HTC bei seinen gefährlichen Aktionen mehrfach den Zwei-Tore-Vorsprung auf dem Schläger. Dortmund erspielte sich seinerseits noch vier Ecken, ließ es aber an der letzten Präzision bei der Hereingabe und im Abschluss vermissen. Die größte Chance der Gäste, einen Alleingang über den ganzen Platz, vereitelte der aufmerksame HTC-Torwart Tim Lievertz am Kreisrand mit einer glänzenden Parade. Im letzten Viertel wurde offensichtlich, was das Faustpfand der Kupferdreher in dieser Saison werden könnte: Die Schnelligkeit, Ballsicherheit und Torgefahr der beiden HTC-Stürmer Fabian Fredrich und Jan Ackermann gegen eine naturgemäß müder werdende und offener stehende Eintracht-Verteidigung sorgte mehrfach für höchste Alarmstimmung im Dortmunder Kreis. Im letzten Viertel waren es erneut Fredrich und Ackermann, die mit ihren beiden Treffern zum 5:3 und 6:3 den Deckel drauf machten gegen eine insgesamt starke Eintracht-Mannschaft.

Der Sieg war letztlich hoch verdient. Das Chancenplus war auf Seiten der Gastgeber. Allerdings war der Erfolg erst drei Minuten vor Abpfiff mit dem Treffer zum 5:3 sicher. Es spricht für das Team von David Ortmann, zum zweiten Mal binnen einer Woche einen Zwei-Tore-Rückstand in einen Drei-Tore-Vorspung umgewandelt zu haben, ein Indiz für ein ausgeprägtes Selbstvertrauen in die eigenen Aktionen und für eine gute konditionelle Verfassung. Fraglich wie das junge Team künftig einen möglichen Drei-Tore-Rückstand wegstecken würde. Dazu muss es aber nicht kommen, wenn die letzte Präzision bei der Chancenverwertung beim nächsten Mal von Beginn an stimmt. Daran, und an einer kompakteren Defenisve mit weniger leichten Fehlern, lässt sich noch arbeiten. Der Kraftakt, jedesmal zwischen vier und sechs Toren erzielen zu müssen, um drei Punkte einzufahren, lässt sich nicht jede Woche wiederholen.

HTC-Torwart Tim Lievertz zeigte sich nach Abpfiff erleichtert und stolz auf sein Team: „Wir haben wieder eine starke Moral gezeigt und sind nach einem Rückstand zurückgekommen. Wir lassen uns von Rückschlägen nicht aus der Bahn bringen und spielen weiter unser Spiel. Wir haben uns wieder viele Torchancen erspielt, müssen aber noch griffiger werden, sowohl im gegnerischen und im eigenen Kreis.“

Weiter geht’s für den Tabellenführer am kommenden Sonntag (11. September) mit einem Heimspiel gegen den Nachbarn Schwarz-Weiß Essen II. Anpfiff am Eisenhammer ist um 13 Uhr. Bereits am kommenden Montag (5. September) erwarten die Damen des HTC um 20 Uhr zum Nachholspiel den TV Jahn Hiesfeld auf eigenem Platz. (ca)