Herren steigen auf, Damen werden unglücklich Zweiter: So lief das HTC-Aufstiegsfinale

Die Hockey-Her­ren des HTC Kup­fer­dreh haben es geschafft: Am letz­ten Wochen­en­de der Hal­len­sai­son fah­ren sie die vol­le Punkt­zahl ein und stei­gen vor tol­ler Kulis­se in der Sport­hal­le Kup­fer­dreh in die 1. Ver­bands­li­ga auf. Die Damen haben lei­der weni­ger Glück. Sie ver­lie­ren ihr Auf­stiegs­spiel in Mett­mann trotz eines guten Auf­tritts und been­den ihre star­ke Sai­son unter unglück­li­chen Umstän­den als Tabel­len­zwei­te. So lief das Kup­fer­dre­her Auf­stiegs­fi­na­le am Wochen­en­de:

1. Herren

Die Aus­gangs­la­ge vor dem Dop­pel­wo­chen­en­de am letz­ten Spiel­tag hät­te ein­deu­ti­ger nicht sein kön­nen. Nach­dem die Her­ren des HTC gegen Moers und in Ober­hau­sen in der Tabel­le an Boden ver­lo­ren hat­ten, brauch­ten sie sowohl im Nach­hol­spiel am Sams­tag beim Kah­len­ber­ger HTC 3 als auch am Sonn­tag gegen Spit­zen­rei­ter Club Raf­fel­berg 3 jeweils einen Sieg, um das Sai­son­ziel noch zu errei­chen: den Auf­stieg in die 1. Ver­bands­li­ga.

Kahlenberger HTC 3 — HTC Kupferdreh 1:4 (0:3)

Und so muss­te der HTC zunächst beim Tabel­len­vor­letz­ten in Mül­heim gewin­nen, um das letz­te Spiel über­haupt zu einem End­spiel um den Auf­stieg zu machen. Die Vor­zei­chen stan­den gut, wäh­rend die Kup­fer­dre­her auf eine vol­le Bank zurück­grei­fen konn­ten, blieb die­se bei den Gast­ge­bern leer. Doch schon bei der über­ra­schen­den Nie­der­la­ge gegen den Moer­ser TV 2 hat­te der HTC sich gegen einen schmal besetz­ten und tief ste­hen­den Geg­ner schwer getan. Auch der KHTC stell­te sich tief in die eige­ne Hälf­te und rühr­te rund um den eige­nen Schuss­kreis Beton an. Doch dies­mal wur­den die Kup­fer­dre­her nicht ner­vös, son­dern spiel­ten ihren Stie­fel sou­ve­rän her­un­ter. Ein­zig die Chan­cen­ver­wer­tung ließ zu wün­schen übrig, im ers­ten Vier­tel war es ledig­lich Fabi­an Fred­rich, der die Ner­ven mit einer ver­wan­del­ten Straf­ecke beru­hig­te.

Mit der Füh­rung im Rücken gin­gen die Rot-Schwar­zen sou­ve­rän mit ihrem Ball­be­sitz um, lie­ßen hin­ten nichts anbren­nen und erhöh­ten vor­ne trotz wenig Platz im Kreis: Felix Breu­er und Jan Acker­mann tra­fen zum 3:0‑Halbzeitstand. Mit dem nahen­den End­spiel um den Auf­stieg am fol­gen­den Tag taten die Kup­fer­dre­her mit dem 3:0 im Rücken nicht mehr als nötig. Im drit­ten Vier­tel kamen die Kah­len­ber­ger durch eine Unacht­sam­keit zum Anschluss, den Niklas Groß­heimann jedoch schnell mit sei­nem Tref­fer zum 4:1 kon­ter­te. Mit abge­lau­fe­ner Zeit parier­te Tor­wart Tim Lie­vertz noch einen Sie­ben­me­ter der Gast­ge­ber, sodass der HTC mit nicht all­zu lee­ren Bei­nen und einem guten Gefühl in sein End­spiel am nächs­ten Tag gehen konn­te.

HTC Kupferdreh — Club Raffelberg 3 6:3 (3:2)

Es war also alles ange­rich­tet für das Auf­stiegs­fi­na­le am Sonn­tag­abend gegen den Tabel­len­füh­rer. Vor knapp 200 Zuschau­ern in der hei­mi­schen Sport­hal­le Kup­fer­dreh hieß es wie am Vor­tag: Nur ein Sieg zählt, sonst ist der Traum vom Auf­stieg geplatzt. Doch in den ers­ten Minu­te stell­ten die Raf­fel­ber­ger den HTC erst ein­mal unter die eis­kal­te Dusche. Ein Kon­ter und eine Ecke, kei­ne fünf Minu­ten waren gespielt, da führ­ten die Gäs­te mit 2:0. Ein ech­ter Dämp­fer. Doch die Kup­fer­dre­her lie­ßen den Kopf nicht hän­gen und arbei­te­te sich mit der Unter­stüt­zung der Zuschau­er Stück für Stück in das Spiel. Eine tak­ti­sche Umstel­lung in der ers­ten Vier­tel­pau­se half dem Team von Trai­ner Kike Sua­rez, die Par­tie mit jeder gelun­ge­nen Akti­on mehr und mehr auf sei­ne Sei­te zu zie­hen. Wie am Vor­tag traf Fabi­an Fred­rich per Straf­ecke. Es war die oft zitier­te Initi­al­zün­dung für eine Auf­hol­jagd der Gast­ge­ber, die nicht lan­ge benö­tig­ten, um die Par­tie zu ihren Guns­ten zu dre­hen. Sinn­bild­lich für den Kup­fer­dre­her Auf­stiegs­wil­len war dann der Aus­gleich zum 2:2: Stür­mer Niklas Groß­heimann erober­te im eige­nen Schuss­kreis den Ball, Ver­tei­di­ger Jan Ver­la­ge schloss den Bil­der­buch-Kon­ter vor dem geg­ne­ri­schen Tor ab. Doch damit nicht genug. Der HTC ließ nicht locker und Fabi­an Fred­rich krön­te die Kup­fer­dre­her Leis­tung im zwei­ten Vier­tel mit dem Tref­fer zum 3:2. Laut­star­ker Applaus zur Halb­zeit­pau­se.

Die Rot-Schwar­zen waren nun voll im Spiel, hat­ten seit der Umstel­lung alles im Griff. Doch Raf­fel­berg star­te­te druck­voll ins drit­te Vier­tel. Mit der engs­ten aller Füh­run­gen auf der Anzei­ge­ta­fel ent­wi­ckel­te sich ein drit­tes Vier­tel auf Mes­sers Schnei­de, in dem kein Team wirk­lich viel Tor­ge­fahr ent­wi­ckeln konn­te. Bis Felix Breu­er sich kurz vor der letz­ten Pau­se den Ball schnapp­te, die Raf­fel­ber­ger Ver­tei­di­gung durch­brach und vor dem Tor am her­aus­ei­len­den Tor­wart vor­bei ins Tor ein­schob. Ein wich­ti­ger Tref­fer zum rich­ti­gen Zeit­punkt. Dass die Fra­ge um den Auf­stieg jedoch trotz der sta­bi­len Kup­fer­dre­her Defen­si­ve um den zwei­kampf­star­ken Fabi­an Georg noch nicht beant­wor­tet war, beka­men die Kup­fer­dre­her knapp zehn Minu­ten vor Spie­len­de vor Gesicht geführt. Eine leicht­fer­ti­ge Akti­on führ­te zu einer Straf­ecke für die Gäs­te, die die­se auch prompt zum 3:4‑Anschluss ver­wer­te­ten. Die Fra­ge nach dem Auf­stieg hing wie­der an nur einem Tref­fer. Doch mit dem über den star­ken Spiel­ver­lauf gewon­ne­nen Selbst­be­wusst­sein und den Zuschau­ern im Rücken lie­ßen die Kup­fer­dre­her sich den Sieg nicht mehr aus der Hand neh­men. Fabi­an Fred­rich schloss eine Ein­zel­ak­ti­on zum 5:3 in den Win­kel ab und ließ die Hal­le laut­stark jubeln. Als Jan Acker­mann kurz dar­auf eine von Tom Schwa­be stark her­aus­ge­hol­te Straf­ecke zum 6:3 in den Win­kel setz­te, explo­dier­te der Kup­fer­dre­her Jubel. Dass Tor­wart Tim Lie­vertz kurz vor Schluss den zwei­ten Sie­ben­me­ter an die­sem Wochen­en­de parier­te, pass­te in den ein­set­zen­den rot-schwar­zen Freu­den­tau­mel. Und spä­tes­tens als die Zuschau­er den Count­down der letz­ten zehn Spiel­se­kun­den her­un­ter­zähl­ten, ver­wan­del­te sich die Anspan­nung in Jubel. Die Meis­ter­schaft und der damit ver­bun­de­ne Auf­stieg in die 1. Ver­bands­li­ga war per­fekt.

Damen

Mettmanner THC — HTC Kupferdreh 5:2 (2:1)

In der 1. Ver­bands­li­ga wer­den auch die Damen des HTC in der kom­men­den Hal­len­sai­son an den Start gehen. Grund zur Freu­de war das aller­dings nicht, schließ­lich waren die Rot-Schwar­zen mit Trai­ner Kike Sua­rez dem Auf­stieg in die Ober­li­ga ganz nah gewe­senn. Nach der unglück­li­chen Nie­der­la­ge in Mett­mann schließt Kup­fer­dreh die Hal­len­run­de jedoch trotz einer star­ken Sai­son auf einem bit­te­ren zwei­ten Platz ab.

Wie bei den Her­ren war auch die Aus­gangs­la­ge der Damen klar. Ein Punkt in Mett­mann wür­de zum Ober­li­ga-Auf­stieg rei­chen, bei einer Nie­der­la­ge wür­den die Gast­ge­be­rin­nen, in der Sai­son zuvor erst aus der Ober­li­ga abge­stie­gen, wie­der in die­se zurück­keh­ren. Schon in der ers­ten Spiel­mi­nu­te war die­se Aus­gangs­la­ge jedoch pas­se, Mett­mann traf früh zur Füh­rung. Nun waren die Kup­fer­dre­he­rin­nen gefragt und die Ant­wort des HTC konn­te sich sehen las­sen. Unbe­ein­druckt vom Rück­stand erar­bei­te­ten sich die Rot-Schwar­zen nach und nach leich­te Vor­tei­le, bis Pau­li­ne Lüt­ten­berg in der letz­ten Minu­te des ers­ten Vier­tels schließ­lich der ver­dien­te Aus­gleich gelang. Vor drei­stel­li­ger und lau­ter Kulis­se, dar­un­ter auch vie­le Fans des HTC, ent­wi­ckel­te sich ein schnel­les Spiel auf Augen­hö­he. Bei­de Teams such­ten den Weg nach vor­ne, doch es waren die Gast­ge­be­rin­nen, die den nächs­ten Tref­fer setz­ten. Kurz vor der Halb­zeit­pau­se ver­wan­del­te der MTHC eine Straf­ecke zur 2:1‑Führung.

Wie­der lie­ßen sich die Kup­fer­dre­he­rin­nen nicht unter­brin­gen und star­te­ten gut in die zwei­te Halb­zeit. Wäh­rend Mett­mann gewillt war, den Ball zu kon­trol­lie­ren und das Tem­po her­aus­zu­neh­men, mach­te der HTC das Spiel immer wie­der schnell. Die viel­ver­spre­chen­den Kon­ter­mög­lich­kei­ten der Gäs­te blie­ben jedoch unge­nutzt, zu oft fehl­te der ent­schei­den­de Zen­ti­me­ter Genau­ig­keit oder das nöti­ge Quänt­chen Spiel­glück. So tick­te die Uhr immer wei­ter für Mett­mann, das Selbst­ver­trau­en der Gast­ge­be­rin­nen wuchs. Anni­ka Emme­rich im Kup­fer­dre­her Tor ver­hin­der­te kurz vor der letz­ten Vier­tel­pau­se noch stark das drit­te Mett­man­ner Tor, zu Beginn des Schluss­vier­tels war sie dann aber macht­los, der MTHC erhöh­te auf 3:1. Wäh­rend dem HTC trotz star­ker Leis­tung wei­ter das Glück bei den Ent­schei­dun­gen fehl­te, nutz­te Mett­mann das Momen­tum aus und erhöh­te per Straf­ecke sogar auf 4:1. Zwar ver­wan­del­te auch Maib­ritt Nol­ting-Schlez im Gegen­zug eine Straf­ecke für Kup­fer­dreh, doch die gute ver­tei­di­gen­den Gast­ge­be­rin­nen lie­ße nicht mehr viel zu. Einen Sie­ben­me­ter in der 59. Minu­te nutz­ten sie zur end­gül­ti­gen Ent­schei­dung. Statt der Beloh­nung für eine tol­le Sai­son blieb den Kup­fer­dre­her Damen am Ende nur die bit­te­re Ent­täu­schung über den ver­pass­ten Auf­stieg. Mit der beacht­li­chen Ent­wick­lung, die das Team von Kike Sua­rez wäh­rend der Hal­len­sai­son genom­men hat, haben die Kup­fer­dre­he­rin­nen jedoch ein gutes Fun­da­ment gelegt, um in der anste­hen­den Feld-Rück­run­de und auch im kom­men­den Jahr in der Hal­len­sai­son wie­der anzu­grei­fen.

2. Herren

HTC Kupferdreh 2 — Mettmanner THC 8:15 (2:6)

Auch die zwei­ten Her­ren muss­ten sich mit einer Nie­der­la­ge gegen den Mett­man­ner THC aus der Hal­len­sai­son ver­ab­schie­den. Hin­ter der bereits vor dem letz­ten Spiel­tag auf­ge­stie­ge­nen Dritt­ver­tre­tung des HC Rot-Weiss Vel­bert ging es zwi­schen dem HTC und den Gäs­ten ledig­lich noch um Platz zwei in der Tabel­le. Die­sen ver­pass­ten die Kup­fer­dre­her in einem hek­ti­sche Spiel deut­lich. Wäh­rend der HTC sich in der Defen­si­ve immer wie­der klei­ne Feh­ler leis­te­te, die Mett­mann kon­se­quent aus­nutz­te, war das Spiel nach vor­ne oft unge­nau. Zu sel­ten bespiel­te der HTC die Lücken in der Mett­man­ner Hin­ter­mann­schaft, sodass die Gäs­te bereits zur Pau­se mit 6:2 führ­ten.

Im drit­ten Vier­tel zeig­ten sich die Kup­fer­dre­her dann deut­lich ver­bes­sert. Doch der Spiel­ab­schnitt war auch sinn­bild­lich für die Hek­tik des Spiels. Ins­ge­samt neun Tore fie­len in der Vier­tel­stun­de. Wäh­rend Mett­mann fünf­mal traf, konn­te der HTC vier­mal ein­net­zen. Mit dem 6:11-Rückstand vor dem Schluss­vier­tel war die Aus­sicht auf eine Auf­hol­jagd der Rot-Schwar­zen mini­mal. Und weil Mett­mann wei­ter­hin kon­se­quent nach vor­ne spiel­te, bau­ten die Gäs­te das Ergeb­nis sogar noch etwas aus. Letzt­end­lich ver­hin­der­te Tor­wart Ole Lie­vertz mit guten Para­den wei­te­re Gegen­to­re. Die Kup­fer­dre­her Tref­fer erziel­ten Lean­der Wurm (3), Ole Seid­ler (3), Tim Neu­mann und Tim von Dre­den. Ein etwas miss­glück­ter Sai­son­ab­schluss der zwei­ten Her­ren des HTC, die sich zuvor mehr als ordent­lich prä­sen­tiert hat­ten: Gegen Duis­burg hat­te der HTC zwei sou­ve­rä­ne Sie­ge ein­ge­fah­ren und im Hin­spiel gegen Mett­mann sowie in bei­den Spie­len gegen Auf­stei­ger Vel­bert lan­ge an Sieg oder Unent­schie­den geschnup­pert. (tl/ca)

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